Die Stuttgarter Erklärung


Die Jugendlichen des UNESCO Welt-Jugend-Festivals haben eine `Stuttgarter Erklärung` zum Klimaschutz erarbeitet. Im englischen Original trägt sie den Titel: „A Wake-Up Call for Climate Protection. Stuttgart Declaration. A wake-up-call from the youth, fort he youth, to the world`s decision makers”.

Sie steht hier zum Download bereit:

die Stuttgarter Erklärung

Die „Stuttgarter Erklärung zum Klimaschutz“ enthält zwei grundlegende Botschaften: Zum einen geht es darum, was sich die Jugendlichen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Energie- und Klimaschutz erhoffen. Daneben verpflichten sich die Jugendlichen mit der Erklärung selbst, im täglichen Leben gegen den Klimawandel vorzugehen.

„Ich bin beeindruckt, mit welcher Ernsthaftigkeit die vielen Gespräche in den vergangenen Tagen über den nachhaltigen Umgang mit Energie, natürliche Ressourcen und das Klima geführt worden sind“, so OB Schuster. „Es ist deutlich geworden: In jedem Land wird der Klimaschutz unterschiedlich vorangetrieben. Dennoch kann jeder einzelne Mensch etwas dazu beitragen, dass Ressourcen bewusster verwendet werden. Die ‚Stuttgarter Erklärung zum Klimaschutz’ ist somit ein Appell an jeden Einzelnen, aber auch ein wichtiger Weckruf an die ganze Welt. Wir wollen sie daher in die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember einbringen.“


Be the change you want to see!

Die `Stuttgarter Erklärung zum Klimaschutz’ enthält auf zwei Seiten zusammengefasst die Forderungen und Wünsche der Jugendlichen. Ein Team aus Jugendlichen, Experten der Uni Stuttgart sowie dem Amt für Umweltschutz hat hierzu die Ergebnisse der einzelnen Workshops zusammengefasst.

Eine der wesentlichen Thesen im Papier lautet: Wir sehen, dass der Wandel bei jedem selbst beginnen muss – Be the change you want to see! Ein Satz, der nicht nur in der Erklärung enthalten ist, sondern auch beim Zusammensitzen der Jugendlichen im Stuttgarter Jugendhaus in den vergangenen Tagen immer wieder angestimmt wurde.

Neben ihrem eigenen Part fordern die Jugendlichen aber auch verbindliche internationale Regeln. Auch soll die Politik helfen, Umwelterziehung zu einem wichtigen Bestandteil der Lehrpläne zu machen. Die Gäste aus aller Welt fordern mehr Geld und Unterstützung für die Umweltforschung sowie die Förderung von umweltfreundlicher Produktion und die Bestrafung schädlichen Verhaltens.

Unternehmen, die sich für die Umwelt einsetzen, sollen belohnt werden. Dabei könnte, so die Botschaft, ein Bewertungssystem helfen. Von Unternehmen fordert das junge Gremium, Ressourcen einzusparen, also etwa Müll zu vermeiden und erneuerbare Energien zu nutzen. Alle sollen sich die umweltfreundlichen Produkte der Unternehmen leisten können.

Die Stuttgarter Erklärung zum Klimaschutz richtet sich auch an die Wissenschaft: Hier wünschen sich die Jugendlichen eine verstärkte Kommunikation und einen besseren Austausch mit der Öffentlichkeit sowie eine Optimierung bestehender Technologien.

Die Stuttgarter Erklärung endet mit den Worten: „Nur eine gemeinsame Anstrengung aller Menschen wird vermeiden können, dass wir durch den Klimawandel die menschliche Zivilisation gefährden. Die Zukunft der Welt liegt in unserer Hand. Deshalb müssen wir die Umwelt schützen. Deshalb müssen wir die Verantwortung übernehmen. Und deshalb müssen wir jetzt aufwachen und handeln.“